Waldbrände rund um Moskau

Aktuell wüten in Russland wieder zahlreiche Waldbrände, zum Beispiel am Ufer der Wolga, auf der Insel Sachalin sowie am Baikalsee, es sind auch zahlreiche Ortschaften vom Feuer bedroht. Inzwischen ist der heiße Sommer vorbei, doch die neuen Waldbrände sind auf die Unachtsamkeit von Menschen oder auch Brandstiftung zurückzuführen.



Mehr als ein Dutzend Brände bedrohen nun die Gebiete Uljanowsk und Samara, viele Siedlungen in Samara wurden evakuiert, nun sind Siedlungen in Uljanowsk in Gefahr. Auch rund um die Stadt Ischewsk brennen mehrere Waldgebiete, am Baikalsee ist ein Nationalpark von den Bränden betroffen. Hier haben die Löschkräfte es besonders schwer, da sie drei Stunden bis zum Einsatzort benötigen, da man das Gebiet nur zu Fuß erreichen kann.

Die Gegend um Moskau ist von den aktuellen Bränden nicht betroffen, doch die Folgen der verheerendsten Waldbrände Russlands vor einigen Wochen machen sich erst nach und nach bemerkbar. In der russischen Hauptstadt und der Stadt Nischni Nowgorod, die immerhin rund 400 Kilometer von Moskau entfernt ist, ist die Sterberate in den vergangenen zwei Monaten um 20 Prozent gestiegen. Im Juli und im August sind in Moskau 4.000 Menschen mehr gestorben, wenn man es mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr vergleicht.

Verantwortlich machen die Mediziner den giftigen Qualm, der durch die Brände in Form von Smog über der Stadt hing, so dass bei vielen Einwohnern Moskaus der Kreislauf kollabierte. Während der schweren Brände rund um Moskau haben unzählige Bürger die Stadt verlassen, die Bewohner wurden aufgefordert, draußen Schutzmasken zu tragen und die Fenster möglichst nicht zu öffnen.

Verbraucherschützer hatten kürzlich sogar die Betreiber der Moskauer Metro verklagt, da die Stationen und die Waggons nicht ausreichend belüftet waren, allerdings wurde die Klage abgeschmettert, da man es für nahezu unmöglich hielt, solche Luftmassen überhaupt zu kühlen.