Siegespark / Park Pobedy

Der Siegespark (Park Pobedy) ist den Gefallenen der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der in Russland auch als der große Vaterlands-Krieg bezeichnet wird, gewidmet. Er liegt im Westen Moskaus und ist mit seinen 135 Hektar Größe eine der bedeutendsten offiziellen Gedenkstätten der Stadt.
Der Park wurde erst Mitte der neunziger Jahre fertig gestellt und ist einer der letzten Beweise für die sowjetische Tradition monumentaler Kunst.


Geöffnet wurde er im Jahre 1995 zum 50. Jahrestag des Sieges über Hitler. Seine wichtigste Straße heißt „Jahre des Krieges” und führt mitten durch das Gelände. Im Westen des Parks steht das Zentrale Museum des Großen Vaterländischen Krieges, in dem die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in einer für die Besucher des Siegesparks sehr sehenswerten Ausstellung erfasst ist.

Im übrigen Teil sind insgesamt 1.418 Brunnen auf fünf verschiedenen Terrassen zu sehen, die an die fünf Jahre, also 1.418 Tage Krieg von 1941 bis 1945 erinnern sollen. Genau in der Mitte des Parks, auf einem großen Platz, befindet sich ein riesiger, 150 Meter hoher Obelisk mit einer bronzenen Statue an der Spitze, die die Siegesgöttin Nike darstellt. Entworfen wurde er von dem italienischen Künstler Tsereteli.

Anhänger jeder der drei Weltreligionen finden im Siegespark ihr eigenes Gotteshaus: Auf dem Gelände gibt es eine Kirche, eine Synagoge, sowie eine Moschee (Tipp: Hagia Sophia in Istanbul). Alle drei Gotteshäuser dienen zum Gedenken an die Opfer, die zum Sieg des Zweiten Weltkriegs erbracht werden mussten.
Am 9. Mai, an dem jedes Jahr in Russland der so genannte „Tag des Sieges” gefeiert wird, wird der Siegespark zum Zentrum der Moskauer Festlichkeiten.

Das Wasser der Brunnen im Siegespark wird bei Nacht rot angestrahlt und ist auch deshalb besonders abends ein beliebter Treffpunkt für Touristen wie für Einheimische. Ferner wird der Moskauer Siegespark gerne von Skatern besucht, die dort viele Möglichkeiten finden ihren Sport auszuüben.

Datum: Mittwoch, 17. September 2008 22:22
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