Russische Küche – Tradition verpflichtet

Die russische Küche ich sehr traditionell, sie hat sich in mehreren Phasen seit dem 9. Jahrhundert entwickelt. Der Altrussischen Küche folgte im 17. Jahrhundert die Küche des Moskauer Staates, die sich im 18. und 19. Jahrhundert wiederum veränderte. Seit rund 100 Jahren gibt es die russische Küche nun so, wie man sie heute kennt. In der russischen Küche werden gerne eingelegte Gurken, Kohl und Sauerkraut verwendet, typisch russische Gerichte sind Kohlrouladen, Pelmeni oder der weltberühmte Borschtsch.



Im Ausland sind die meisten russischen Gerichte relativ unbekannt, da es lange Zeit kaum russische Gaststätten in anderen Ländern gab. Während man zu den Zeiten der Altrussischen Küche darauf angewiesen war, Gemüse sauer einzulegen, um es haltbar zu machen, ist diese Art von Lebensmitteln heute noch sehr beliebt. Auch die kleinen Teigtaschen aus Blätter- oder Hefeteig, die heute auch als Piroggen bekannt sind, stammen aus dieser Zeit. Zu dieser Zeit wurden auch gerne Eintöpfe und Suppen gekocht, was der russischen Bevölkerung bis heute erhalten geblieben ist.

Die Russen begannen auch mit dem Bierbrauen, und im 15. Jahrhundert etablierte sich das Schnapsbrennen. Im 18. Jahrhundert gab es in der Russischen Küche große Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten, die reichen Russen orientierten sicher eher an der westeuropäischen Küche. Das Interesse an der traditionellen Russischen Küche ließ nach und flammte erst wieder Anfang des 19. Jahrhunderts auf, auch wenn die Einflüsse aus dem Ausland erhalten blieben.

Bereits früh entwickelte sich bei der russischen Bevölkerung eine Vorliebe für Breie, Pilzgerichte, Suppen, gefüllte Teigtaschen, Brot und Fischgerichte. Im späteren Verlauf des 19. Jahrhunderts traten die traditionellen Gerichte, vor allem wegen der Politik, wieder stark in den Hintergrund. Er ist in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte man die Russische Küche wieder neu. Typisch für Russland ist auch der so genannte Bliny, eine Art Pfannkuchen, der mit saurer Sahne oder auch Schmand bestrichen wird.

Auch heute gibt es noch viele russische Suppen und Eintöpfe, dazu wird immer frisches Brot gereicht. Die berühmteste russische Suppe ist der Borschtsch, eine Rote-Bete-Suppe. Vor einem Festmahl werden grundsätzlich kalte Vorspeisen gereicht, wie zum Beispiel Salate, eingelegter Fisch, Piroggen, belegte Brötchen oder Sülze.