Altstadt Kitaj Gorod
Die Moskauer Altstadt Kitaj Gorod, was auf Deutsch wörtlich übersetzt „Chinesenstadt” bedeutet, ist der zentralste Teil der Stadt. Er ist sehr weitläufig und hat zum Teil übertrieben breite Straßen, die jedoch sehr schön anzusehen sind. In früherer Zeit war dies der Bezirk, in dem die reichen Kaufleute lebten. Seinen Namen hat der Stadtteil aus dem Mongolischen. Auf alt-mongolisch hieß das Wort kitaj „Mitte, mittlere”. Und so übernahmen die Russen dieses Wort in ihre Sprache und nannten den Stadtteil „Reich der Mitte”, eine andere Bezeichnung für China (Peking).
Kitaj Gorod gehört zum Verwaltungsbezirk Twerskoj, des Zentralen Bezirks Moskaus. Der Stadtteil beginnt östlich des Roten Platzes und reicht bis zur Lubjanka und nach Süden hin bis zum Ufer der Moskwa.
Im nördlichen Teil von Kitaj Gorod liegt die Nikolskaja-Straße, welche heute eine große Einkaufsstraße ist und in früheren Zeiten den Bezirk zum Norden hin abgrenzte. Ihren Namen trägt sie aufgrund des Nikolaus-Klosters, was hier von 1330 bis zu seiner Zerstörung im Jahre 1935 stand.
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Die so genannte Iljinka-Straße führt mitten durch Kitaj Gorod und existiert bereits seit dem 14. Jahrhundert. Sie war und ist bis heute eine Geschäftsstraße mit regem Handel. Von ihr führen weitere, kleinere Geschäftsstraßen ab, die als Obere und Untere Handelsreihen bezeichnet werden.
Im Jahre 1538 wurde eine Ziegelmauer um den Stadtteil herum aufgestellt, von der Teile noch bis heute erhalten sind und besichtigt werden können.
Außerdem gibt es in Kitaj Gorod noch einige andere zu besichtigende antike, denkmalgeschützte Bauwerke, wie zum Beispiel Gebäudeteile des alten Zarenhofs aus der Zeit zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert, die Annen-Kirche aus dem 15. Jahrhundert oder das Haus des Bojaren Romanow.